LINEARE ALGEBRA & MATRIZENRECHNUNG
Definition:
Ein rechteckiges
Zahlenschema (d.h. die Elemente aik sind reelle Zahlen) der Form

heißt (m,n)-Matrix, d.h. sie besitzt m Zeilen und n Spalten. Der
erste Index i heißt der Zeilenindex und der zweite Index k heißt Spaltenindex.
Definition:
Vertauscht man
in einer (m,n)-Matrix A die Zeilen mit den
entsprechenden Spalten, dann heißt die entstehende Matrix At die zu A transponierte Matrix
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Definition:
Ist At = A, so heißt A symmetrisch.
Definition:
Eine Matrix mit
sämtlichen Elementen gleich 0, heißt Nullmatrix.
Definition:
a) Eine Matrix,
deren Zeilen- und Spaltenanzahl gleich ist (m=n), heißt quadratische Matrix.
b) Bei einer
quadratischen (n,n)-Matrix bilden die Elemente a11, a22, ... , ann die Hauptdiagonale.
c) Sind alle
Elemente einer quadratischen Matrix unterhalb der Hauptdiagonalen gleich 0, so
spricht man von einer oberen Dreiecksmatrix.
d) Sind alle
Elemente einer quadratischen Matrix oberhalb der Hauptdiagonalen gleich 0, so
spricht man von einer unteren Dreiecksmatrix.
e) Sind alle
Nicht-Hauptdiagonalelemente einer quadratischen Matrix gleich 0, so spricht man
von einer Diagonalmatrix.
f) Sind alle
Hauptdiagonalelemente einer quadratischen Matrix gleich 1 und alle anderen
Elemente gleich 0, so spricht man von einer Einheitsmatrix.
Definition:
Zwei Matrizen Am1 n1 und Bm2 n2 heißen genau dann gleich (A = B) , wenn
a) m1 = m2 und
n1 = n2
b) für alle
i=1,2...m1 und k=1,2...n1 gilt aik = bik.
Definition:
a) Zwei Matrizen
gleicher Ordnung, d.h. zwei Matrizen mit jeweils gleicher Zeilen- und
Spaltenzahl, werden addiert, indem man die entsprechenden, d.h. an gleicher
Stelle stehenden, Elemente addiert.
Am n + Bm n = (ajk) + (bjk) = (ajk + bjk)
b) Die
Subtraktion erfolgt analog: Zwei Matrizen gleicher Ordnung, d.h. zwei Matrizen
mit jeweils gleicher Zeilen- und Spaltenzahl, werden subtrahiert, indem man die
entsprechenden, d.h. an gleicher Stelle stehenden, Elemente subtrahiert.
Am n - Bm n = (ajk) - (bjk) = (ajk - bjk)
Satz:
Einige für
reelle Zahlen geltende Gesetze lassen sich elementeweise auf Matrizen
übertragen:

Definition:
Zur
Unterscheidung zu Matrizen nennt man in der linearen Algebra die Zahlen selbst
(d.h. quasi Matrizen mit nur einer Zeile und einer Spalte) Skalare.
Definition:
Eine Matrix A wird
mit einem Skalar s multipliziert, indem man jedes Element von A mit s
multipliziert:
s . A = s . (aik) = (s
. aik)
Satz:
Wieder lassen
sich einige für reelle Zahlen geltende Gesetze elementeweise auf Matrizen
übertragen:

Definition:
a) Die beiden Matrizen
A und B werden also multipliziert, indem man der Reihe nach die Elemente der
Zeilen der ersten Matrix A mit den entsprechenden Elementen der Spalten der
zweiten Matrix B multipliziert, diese Produkte addiert und die Summe der
Produkte in die durch Zeilen- und Spaltenindex bestimmte Stelle der
Produktmatrix übernimmt.
b) Die
Multiplikation kann nur dann ausgeführt werden, wenn die folgende Verträglichkeitsbedingung
gilt: Die Spaltenzahl der ersten Matrix A ist gleich der Zeilenzahl der
zweiten Matrix B. Man kann auch schreiben: (n,m)-Matrix
. (m,k)-Matrix = (n,k)-Matrix.

Bemerkung:
(A . B)t = Bt . At
(A B) C = A (B
C) Assoziativgesetz
(A + B) C = A C
+ B C Distributivgesetze
A (B + C) = A B
+ A C
An=AA...A Sei A eine
quadratische Matrix
Definition:
Eine Matrix, die
nur aus einer Spalte (Zeile) besteht, heißt Spaltenvektor (Zeilenvektor).
Definition:
Seien a und b
zwei Spaltenvektoren mit m Komponenten. Die spezielle Matrizenmultiplikation
heisst skalares Produkt der Vektoren at und b. (auch “inneres Produkt” genannt)

Definition:
Der Betrag eines
Zeilenvektors a=(a1 a2 ... am) ist definiert
durch

Definition:
a) Vektoren mit
dem Betrag 1 heißen Einheitsvektoren.
b) Vektoren mit
dem Betrag 0 heißen Nullvektoren; alle Komponenten eines Nullvektors
sind Null
c) Vektoren, bei
denen alle Komponenten 1 sind, heißen summierende Vektoren.
Definition:
a) Sind die
Vektoren ai (i=1,...,n) und die Skalare si (i=1,...,n) gegeben, dann heißt der Ausdruck Linearkombination der
Vektoren ai.

b) Gilt zusätzlich
si 0 und Ssi=1, so
heißt es konvexe Linearkombination.
Definition:
n Vektoren x1, x2,...,xn heißen linear unabhängig, wenn die Gleichung 0=Ssi xi (0 hier als Nullvektor!) nur erfüllt ist, wenn
für alle si = 0 gilt.
Definition:
n linear
unabhängige Vektoren mit n Komponenten heißen auch Basisvektoren. Sie bilden
eine Basis des Rn.
Satz:
Jeder Vektor a =
(a1 a2 ... an) mit n
Komponenten lässt sich eindeutig als Linearkombination der n Basisvektoren e1, e2, ..., en darstellen in der Form
a = a1 e1 + a2 e2 + ...+ an en
Bemerkung:
Man nennt in
einem beliebigen Vektorraum die maximale Anzahl linear unabhängiger Vektoren
die Dimension des
Vektorraumes.
Die Dimension von Rn ist n.
Definition:
m Gleichungen
der Form

bezeichnet man als
lineares Gleichungssystem.
Es besitzt n Variable
xj (j = 1, 2, ..., n), n . m Koeffizienten aij (i = 1, 2, ...,
m j = 1, 2, ..., n) und m absolute Glieder bi (i = 1, 2, ..., m ). Falls b1 = b2 = ... = bm = 0 ,
so heißt das Gleichungssystem homogen. Andernfalls nennt man es inhomogen.
Definition:
Zwei
Gleichungssysteme heißen äquivalent, wenn sie genau dieselbe
Lösungsmenge besitzen.
Bemerkung:
Überlegen wir
einmal, welche Umformungen wir an einem Gleichungssystem vornehmen dürfen, ohne
dass sich die Lösungsmenge ändert: Die Lösungsmenge eines Linearen
Gleichungssystems ändert sich nicht, wenn wir
(1.) eine
Gleichung mit einer von Null verschiedenen Zahl multiplizieren
(2.) eine
Gleichung (oder ein Vielfaches davon) zu einer anderen addieren (oder
subtrahieren).
(3.) die Reihenfolge
der Gleichungen vertauschen.
Gauß’scher
Algorithmus:
Gegeben sei ein
Gleichungssystem mit n Gleichungen und n Variablen
Schritt 1:
Falls a11 0 muss nichts mehr gemacht werden.
Falls a11 = 0, so werden die
Gleichungen derart umsortiert, dass in der linken oberen Ecke ein von Null
verschiedener Wert steht. Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass a11 0.
Schritt 2:
Man dividiert
die erste Gleichung durch ihren ersten Koeffizienten (d.h. a11 oder den nach dem Umsortieren dort stehenden - von
Null verschiedenen - Wert aj1).
Schritt 3:
Nun wird von
jeder der Gleichungen i = 2,...,n das ai1-fache der ersten Gleichung abgezogen.
Die Gleichungen 2
bis n bilden nun ein Gleichungssystem, in dem die Variable x1 nicht mehr auftritt. Auf diese (n-1) Gleichungen
können wir nun wieder die Schritte 1 bis 3 anwenden und erhalten eine
Gleichung, die die Variablen x2 bis xn enthält und (n-2) Gleichungen mit den Variablen x3 bis xn. Nach n Durchläufen haben wir also ein
Gleichungssystem in Dreiecksgestalt.
Wir müssen also
nur den Gauß-Algorithmus bzw. die vollständige Elimination durchrechnen, um zu
erkennen, ob bzw. wie viele Lösungen ein Gleichungssystem besitzt.
Definition:
Sei A eine
quadratische n x n - Matrix. Eine Matrix B, für die gilt

heißt Inverse
von A. Man schreibt A-1.
Bemerkung:
A-1 ist ebenfalls eine n x n- Matrix.
Nicht jede
quadratische Matrix besitzt eine Inverse.
Es gilt A . A-1 = E A-1 . A = E
(A-1)-1 = A
(A . B)-1 = B-1 . A-1
FINANZMATHEMATIK FORMELN
Zinseszins

Zinseszins mit
Anfangsbetrag und regelmassiger gleicher Einzahlung
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Stetige
Verzinsung

Einfache
Verzinsung

Vorschüssige
Zinseszinsen
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Unterjährige
Verzinsung
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Nachschüssige
Rente

Vorschüssige
Rente

Annuitatentilgung
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Zinseszins mit
regelmassiger gleicher Einzahlung

Zinseszins mit
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Lineare
Abschreibung

Degressive
Abschreibung
